Jeder neue Kunde sollte zu einer vollen Farbkonsultation ermutigt werden, ob er auf der Suche nach einer neuen Haarfarbe ist oder nicht!
Bei dem Verkauf von Farben im Salon dreht es sich in erster Linie darum, den Kunden zu inspirieren. Lifestyle und Persönlichkeit spielen eine entscheidende Rolle beim Prozess der Entscheidungsfindung. In dem gleichen Maße wie das Zusammenwirken bestimmter Farben in einem Raum entweder ausgesprochen gut oder aber ausgesprochen schlecht sein kann, so wird die Kombination zwischen unserem natürlichen Teint und den Farben, die wir tragen, einen ähnlichen Effekt haben!
Als gute Faustregel ist der erste Eindruck zu nehmen. Wenn das erste, was Ihnen bei jemandem auffällt, deren Kleidung oder Haarfarbe ist, so bedeutet das oft, dass der- oder diejenige die falsche Farbe trägt. Wenn zum Beispiel jemand mit dunklem Haar, grauen Augen und heller Haut warme Pastelltöne trägt, kann dies das Gesicht mitgenommen und farblos aussehen lassen; im Idealfall sollte dieser Farbtyp kühle, kräftige Farben tragen. Mit Ausnahme der Situationen, in denen ein extremes Resultat erwünscht ist, sollten die Farben, die wir tragen, unsere natürlichen Merkmale und unseren Teint unterstreichen und verbessern.
Die Eigenschaften von Haar, Augen und Haut bestimmen den Farbtyp; dieser basiert auf Farbton und Farbtiefe (siehe Bild Farbtypen im Vergleich).
Farbtöne werden in drei Kategorien unterteilt:
Farbtiefe ist ebenfalls in drei Kategorien unterteilt:
Kunden können zum Beispiel eine helle Farbtiefe haben, der aber ein warmer Ton zugrunde liegt, oder aber eine dunkle Farbtiefe mit einem kühlen Ton.
Mit den richtigen Hilfsmitteln ist eine Farbanalyse präzise, schnell und einfach. Natürliche Haarfarbe rangiert von schwarz bis hellblond, und der Farbton wird auch variieren, zum Beispiel gibt es warmgoldene, mittlere oder kühlaschene Töne.
Wenn Kunden bereits eine künstliche Haarfarbe haben und zwischen dieser künstlichen Haarfarbe und dem nachgewachsenen Ansatz ein starker Kontrast besteht, verdecken Sie die künstliche Haarfarbe mit der Hand, damit sie die Diagnose nicht beeinflusst.
Stellen Sie fest, ob das Haar hell, mittel oder dunkel ist, und in welche Kategorie das Haar Ihrer Kunden einzuordnen ist: Ist es warm, neutral oder kühl? Haben Kunden bereits eine künstliche Haarfarbe, und ist das Haar nur geringfügig nachgewachsen, so überprüfen Sie die Augenbrauen Ihrer Kunden. Diese können in der Farbtiefe von der des Kopfhaares abweichen, sollten aber doch einen akkuraten Hinweis auf den natürlichen Haarfarbton geben.
Beispiel:
Denken Sie daran, dass Umwelteinflüsse die Haarbeschaffenheit verändern können, so kann der kühlsten Haarfarbe ein Hauch von Wärme verliehen werden, wenn sie der Sonne ausgesetzt wird; lassen Sie sich nicht täuschen!
Gute Beleuchtung ist unerlässlich. Stehen Sie Ihren Kunden gegenüber und bitten Sie sie, nach oben ins Licht zu blicken.
Verfahren Sie so bei beiden Augen, da zwischen beiden Augen Farbvariationen auftreten können. Variiert die Farbe erheblich, so vermerken Sie einen Durchschnittsmesswert.
Sind die Augen warm, neutral oder kühl? Warme Sprenkel sind nicht notwendigerweise Anzeiger für eine warme Augenfarbe; wenn das Auge einen eindeutigen graufarbenen Rand hat, geht die Farbe in die kühle Richtung. Blaue Augen können auf einen kühlen Farbtyp hinweisen, insgesamt kann der Kundentyp jedoch je nach Haut und Haar warm oder neutral sein. Je nach Ton können braune Augen in die warme oder kühle Kategorie fallen. Im Allgemeinen gehen helle, blasse Augen eher mit hellen Haartypen einher und dunkle kräftige Augenfarben mit dunklem Haar; Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel!
Der Farbton der Haut kann an verschiedenen Teilen des Körpers unterschiedlich sein, und daher kann eine akkurate Farbanalyse schwierig sein.
Selbst wenn Ihre Kunden sonnengebräunt sind oder Selbstbräunungsprodukte benutzt haben, wird ihr natürlicher Hautfarbton dennoch in eine der folgenden drei Kategorien fallen: kühl, neutral oder warm. Sommersprossen deuten nicht notwendigerweise auf einen warmen Hauttyp hin, da sie bei allen Hauttypen auftreten können. Wenn Sie männliche Kunden analysieren, lassen Sie das Gesichtshaar außer Acht, da es oft vom Farbton her wärmer ist als das Augenbrauen-oder Kopfhaar.